Russische Justiz vertagt Entscheidung über Auflösung von Memorial

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Das Oberste Gericht Russlands hat seine Entscheidung über die Auflösung der Menschenrechtsorganisation Memorial auf den 17. Dezember vertagt. Damit entsprach der Richter den Bitten beider Seiten.

Das Justizministerium in Moskau will die Organisation auf dem Klageweg verbieten, weil sie gegen russische Gesetze verstoßen soll. Memorial weist die Vorwürfe zurück und sieht sich als Opfer einer politischen Kampagne der Regierung. Der 1992 gegründete Verband erforscht Verbrechen des früheren kommunistischen Regimes und wendet sich auch gegen aktuelle Menschenrechtsverletzungen. Nach Ansicht des Justizministeriums handelt es sich bei Memorial um ausländische Agenten.

Quelle: Deutschlandfunk

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